In vielen Lebensmitteln sind Spuren von Schlachttieren entahlten, ohne dass es leicht erkennbar auf der Verpackung vermerkt ist.
Derzeit ist die Produktbezeichnung „vegetarisch“ rechtlich nicht genau definiert, beklagt Sebastian Zösch vom Vegetarierbund Deutschland: „Rein theoretisch kann man bislang auch eine Mettwurst vegetarisch nennen.“ Schade, denn das Interesse an rein pflanzlichen Nahrungsmitteln nimmt mehr und mehr zu.
Brezeln: Einige Bäcker verwenden Schweineschmalz zum Herstellen der Brezeln.
Käse: Viele Käsesorten werden noch mit Lab aus Kälbermägen produziert.
Süßkrams: In Süßigkeiten wie Gummibärchen, Marshmallows oder Schokoküssen findet sich Gelatine. Dies ist ein Geliermittel aus Tierhäuten, -knochen und -knorpel.
Gelatine: Gelatine wird auch bei der Klärung und Filtrierung von klaren Fruchtsäften genutzt. Zwar wird die Gelatine später wieder aus dem Saft entfernt, aber das dürfte jeden Vegetarier dennoch davon abhalten, diese trinken zu wollen. Oft bestehen auch Medikamentenkapseln aus einer Gelatine-Ummantelung, die sich im Körper dann auflöst.
Sebastian Zösch wirbt für das europäische „V-Label“, ein grünes „V“ auf gelbem Kreis, durch das der Verbraucher auf einen Blick klar erkennen kann, ob ein Produkt vegetarisch ist. Vergeben wird es von verschiedenen Vegetarierorganisationen. Selbst große Konzerne wie Nestlé und McDonalds haben angeblich bereits Interesse am V-Label bekundet. Zudem laufen derzeit Verhandlungen auf politischer Ebene, um die Begriffe vegetarisch und vegan schützen zu lassen. Neben Vegetariern möchten auch viele Muslime, die die Speisegesetze des Islam beachten, genauer wissen, ob in den Produkten unerlaubte tierische Stoffe verarbeitet werden.
Quelle: Welt online http://bit.ly/HRrEs